Nun geht es endlich los!
Ich habe immer wieder mal mit dem Jugendamt telefoniert, zuletzt, weil auf dem Rutschenhügel Pflastersteine herausgepult wurden und nun überall auf dem Spielplatz herumlagen. Wie gesagt, wir wohnen direkt gegenüber des Spielplatzes und ich wollte mir nicht ausmalen, was mit den Steinen passieren kann, wenn betrunkene Jugendliche mal wieder auf dem Spielplatz nicht wissen, was sie tun sollen.
Und so kam ich zu der Information, dass demnächst eine Partizipationsveranstaltung stattfinden soll. Eltern, Kinder, die beiden benachbarten Kindergärten sowie die beiden angrenzenden Schulen werden zu ihren Vorschlägen und Ideen für den Spielplatz befragt. Eine tolle Sache, denn so können sich die Kidner aktiv beteiligen und Wünsche äußern. In der Presse konnte man schon einiges darüber lesen und so war ich sofort begeistert und bot meine Hilfe an.
Daher brachte mir heute ein Mitarbeiter des Jugendamtes Plakate und Flyer vorbei, die ich an die Kindergärten, die Grundschule und die Einzelhändler im Stadtteil verteilen werde.
Am 29. Mai soll um 16:30 Uhr ein Treffen mit Vertretern des Jugendamtes auf dem Spielplatz stattfinden. Hoffentlich kommen genug Ideen zusammen!
Tanja am Freitag, 09. Mai 2008 | Permalink | Alle News
Ich habe zwei kleine Kinder, wohne direkt gegenüber eines städtischen Spielplatzes und gehe doch bei schönem Wetter auf die Suche nach einem Spielplatz für meine beiden Kiddies. Da kann doch was nicht stimmen.
Der Spielplatz ist aus den 1970er Jahren und sehr viel wurde in der letzten Zeit nicht gemacht. Das Grünflächenamt bemüht sich zwar redlich, den Platz von Glasscherben, Kippen und Unrat frei zu halten, aber auf einem Spielplatz, der außer zwei Wipptieren, von denen eines angekokelt ist, einer Rutsche und einem Sandkasten, in dem man Überreste der Joints der Jugendlichen findet, nicht viel zu bieten hat, möchte man sich nicht länger als unbedingt nötig aufhalten.
Alles ist grau, öde, staubig und ein bißchen runtergekommen, so als wäre seit den 70ern kein Kind mehr hergekommen. Vor sechs Jahren wurde die Seilbahn, das einzige Highlight des Spielplatzes, endgültig demontiert, da Jugendliche zum wiederholten Mal alles kaputtgekloppt hatten.
Ohnehin ist der Platz kein Kinderspielplatz, sondern ein Treffpunkt für Jugendliche geworden, die hier im Stadtteil leider keinen anderen Anlaufpunkt finden, da ein Jugendzentrum oder ähnliches fehlt.
Hinter dicken und sehr hohen Hecken, einem Sichtschutz aus alten Eisenbahnschwellen und einem Betonberg in der Mitte des Platzes, richten sie sich bei warmem Wetter allabendlich häuslich ein.
Hin und wieder wird gekokelt, meist werden Flaschen zerdeppert und die Reste der Joints und aufgeknibbelten Zigaretten findet man immer an der gleichen Stelle.
Meist beginnen die Sessions der Jugendlichen gegen 16:30 Uhr, wenn die Schule aus ist. Acht-, neunjährige Kinder, die ohne Eltern unterwegs sind, trauen sich nicht dorthin, biegen sobald sie das Gröhlen der Großen hören, ab und gehen zu einem anderen Spielplatz oder zu sich nach Hause.
In der Zeitung liest man regelmäßig von Neugestaltungen der Spielplätze im Stadtgebiet, also hab ich mal beim Jugendamt nachgefragt und es ist auch für die Schützenstrasse etwas in Planung. Im Jahr 2008 soll auch endlich in Ratingen Süd saniert werden.
Ich bin gespannt!